
BAFA Dachfenster-Förderung 2026: 15 % — und wann mehr
Auf einen Blick
15 % BAFA-Zuschuss oder Steuerbonus §35c EStG: Was sich wann lohnt und warum der iSFP-Bonus seit Juli 2026 beim Fenstertausch ausfällt. Vom Dachdeckermeister.
- BAFA-Förderung für Dachfenster 2026: 15 % Zuschuss sichern
- Technische Voraussetzungen für die BAFA-Förderung
- KfW-Kredite: Eine alternative Finanzierungsmöglichkeit
Wichtig vorweg
Wir sind Dachdeckermeisterbetrieb, keine zertifizierte Energieberatung. Die Förderlogik unten ist ein Praxis-Überblick aus Kundengesprächen — für den rechtsverbindlichen BAFA-Antrag braucht es einen zertifizierten Energie-Effizienz-Experten (EEE), der die TPB-ID erzeugt. Wir vermitteln den Kontakt im Anschluss an die Beratung.
Die Frage, die ich am Telefon am häufigsten höre: „Lohnt sich die BAFA-Förderung für mich überhaupt?“ Die ehrliche Antwort: Nicht immer. Bei 1–2 Fenstern rechnen sich die Kosten für den Energieberater (rund 500 €, davon 50 % förderfähig) selten — da ist der Steuerbonus nach §35c EStG (20 % verteilt auf drei Jahre, ohne externen Berater) oft die bessere Wahl. Ab 3–4 Fenstern dreht sich das Verhältnis: bei förderfähigen Kosten von 6.000–10.000 € stehen 900–2.000 € Zuschuss in Aussicht, dann lohnt der Energieberater. Was Sie konkret bekommen, beschreibe ich auf dieser Seite. Wenn Sie die Förderfrage im Kontext des gesamten Tauschprojekts (Modellwahl, Eindeckrahmen, Ablauf, Kosten) sehen wollen, ist der Praxis-Guide 2026 der richtige Einstieg.
BAFA-Förderung für Dachfenster 2026: 15 % Zuschuss sichern
Das BAFA fördert im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, darunter auch den Austausch oder Einbau von Dachfenstern. Der Basisfördersatz beträgt 15 % der förderfähigen Kosten.
Der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten wurde mit der Förderrichtlinie vom 17. Juli 2026 verschärft: Er setzt seit dem 21. Juli 2026 ein förderfähiges Investitionsvolumen von mindestens 30.000 Euro voraus und gilt nur für die Ausgaben oberhalb dieser Grenze. Für einen reinen Dachfenster-Tausch fällt er damit praktisch immer weg — Sie bekommen 15 %, und ein Energieberater ändert daran nichts. Sein Wert liegt heute woanders: Der iSFP verdoppelt die förderfähigen Höchstbeträge von 30.000 auf 60.000 Euro je Wohneinheit, was erst bei einer größeren Sanierung zählt. Die Mechanik im Detail steht in unserem Wiki unter iSFP: was er 2026 bringt. Ein individueller Sanierungsfahrplan bleibt darüber hinaus eine strukturierte Grundlage für eine umfassende energetische Sanierung.
Wichtig: Der Antrag auf BAFA-Förderung muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Planen Sie daher ausreichend Zeit für die Antragstellung ein. Seit Anfang 2026 können Sie den Antrag bequem online über das BAFA-Portal einreichen.
- Basisfördersatz: 15% der förderfähigen Kosten
- iSFP-Bonus: +5 Prozentpunkte — seit 21.07.2026 nur bei mindestens 30.000 € förderfähigem Investitionsvolumen und nur für den Anteil oberhalb dieser Grenze; bei einem reinen Dachfenstertausch also in der Regel nicht
- Fördersatz beim reinen Dachfenstertausch: in der Praxis 15 %
Achtung: Die Förderrichtlinie BEG EM vom 17.07.2026 gilt bis 31.12.2030, Anpassungen der Konditionen sind aber jederzeit möglich. Es empfiehlt sich daher, den Antrag zeitnah zu stellen, um von den aktuellen Konditionen zu profitieren.
Technische Voraussetzungen für die BAFA-Förderung
Kurzfassung: Für Dachflächenfenster verlangt die BEG EM einen Uw von höchstens 1,0 W/(m²K) für das gesamte Fenster inklusive Rahmen — bei senkrechten Fenstern sind es 0,95. Praktisch heißt das 3-fach-Verglasung.
Die vollständige Liste der Mindestanforderungen, die Höchstbeträge je Wohneinheit und den Antragsweg Schritt für Schritt finden Sie im Lexikon unter BAFA-Förderung für Dachfenster. Hier auf der Blog-Seite geht es um die Frage davor: welcher Weg sich für Ihre Konstellation überhaupt lohnt.
KfW-Kredite: Eine alternative Finanzierungsmöglichkeit
Neben der BAFA-Förderung können Sie auch zinsgünstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch nehmen. Die KfW bietet verschiedene Programme zur Förderung energetischer Sanierungen an, sowohl für Einzelmaßnahmen als auch für Komplettsanierungen.
Im Rahmen einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus-Standard können Sie von Krediten mit Tilgungszuschüssen profitieren. Die Höhe des Tilgungszuschusses ist abhängig vom erreichten Effizienzhaus-Standard. Eine Kombination von BAFA-Zuschüssen und KfW-Krediten ist oft möglich.
Wichtig: Die KfW-Förderung muss ebenfalls vor Beginn der Maßnahme beantragt werden.
Wer den Tausch schlicht in Raten zahlen möchte, statt einen Kredit aufzunehmen, findet die Konditionen unter Ratenzahlung mit Klarna.
Steuervorteile nutzen: 20% der Sanierungskosten absetzen
Alternativ zur BAFA-Förderung können Sie 20 % der Sanierungskosten über drei Jahre steuerlich absetzen (§35c EStG). Vorteil: kein externer Energieberater nötig, Antrag läuft über die Steuererklärung. Nachteil: Sie brauchen entsprechende Steuerlast, sonst läuft die Abschreibung ins Leere. Wenn weder BAFA noch §35c in Frage kommen — etwa weil die Antragsfrist verstrichen ist —, bleibt der Handwerkerbonus nach §35a: bis 1.200 € auf den Lohnanteil.
Mein Praxis-Tipp aus der Beratung: Bei einem Auftrag in Walle haben wir den BAFA-Antrag eine Woche vor Maßnahmenbeginn nachgereicht — knapp am Verfall der Förderung vorbei, weil der Kunde den Auftrag erteilt hatte, ohne den Antrags-Workflow zu kennen. Seitdem ist meine erste Frage am Telefon: „Wie viele Fenster?“ Bei 1–2 Fenstern rate ich grundsätzlich zum Steuerbonus — der Energieberater (rund 500 €, davon 50 % förderfähig) frisst sonst den Großteil des Zuschusses auf. Bei 3+ Fenstern dreht sich das Verhältnis: Da rechnet sich BAFA klar, weil bei 6.000–10.000 € förderfähigen Kosten 900–2.000 € Zuschuss in Aussicht stehen.
Wichtig in beiden Fällen: Keine Doppel-Förderung. Pro Maßnahme entweder BAFA oder Steuerbonus — nicht beides. Die Wahl trifft man vor Auftragserteilung und ist danach gebunden.
Reicht mein geplantes Fenster für die Förderung?
Am schnellsten sehen Sie das an den letzten beiden Ziffern des Glascodes im Angebot. Die 3-fach-Pakete erreichen Uw 1,0 und besser, die 2-fach-Pakete liegen bei 1,3 und fallen raus.
Eine Ausnahme, die ich offen dazusage: Das VELUX-Datenblatt zum GGU nennt für das Hitzeschutzpaket --69 einen Uw von 1,1 — ausgerechnet dieses 3-fach-Paket ist also nicht förderfähig. Förderfähig sind --84, --66, --62 und --67. Und weil der Uw vom Rahmen-Glas-Verhältnis abhängt, also von der Fenstergröße, lasse ich mir den Wert für Ihre konkrete Größe vor der Bestellung schriftlich geben, statt mich auf eine Codeliste zu verlassen.
Welcher Code auf Ihrem alten Fenster steht, spielt für die Förderung keine Rolle — wohl aber für die Frage, ob ein 1:1-Tausch möglich ist. Dazu Typenschild finden und lesen.
Dachfenster-Check per Foto: Wir prüfen Ihre Fördermöglichkeiten
Sie sind unsicher, welche Fördermöglichkeiten für Ihre Dachfenster in Frage kommen? Nutzen Sie unseren unkomplizierten Dachfenster-Check per Foto! Senden Sie uns einfach ein Foto Ihrer vorhandenen Dachfenster, und wir prüfen, ob ein Austausch sinnvoll ist und welche Fördermittel Sie beantragen können.
Wir analysieren den Zustand Ihrer Fenster, ermitteln den möglichen Energieverlust und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot für den Austausch Ihrer alten Dachfenster. So erhalten Sie schnell und unkompliziert einen Überblick über Ihre Möglichkeiten.
Zertifizierter Energieberater: Ihr Schlüssel zur optimalen Förderung
Wie bereits erwähnt, ist die Einbindung eines zertifizierten Energieberaters oft entscheidend, um die maximalen Fördermittel zu erhalten. Ein Energieberater erstellt nicht nur den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), sondern berät Sie auch umfassend zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten und unterstützt Sie bei der Antragstellung.
Die Kosten für den Energieberater werden ebenfalls gefördert. Das BAFA übernimmt bis zu 50% der Kosten für die Energieberatung, maximal jedoch 1.300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und 1.700 Euro für Mehrfamilienhäuser.
Wichtig: DachfensterONE ist ein Fachbetrieb für Dachdeckerarbeiten und KEIN Energieberatungsunternehmen. Wir können Ihnen informative Hinweise zu Förderungen geben, aber für rechtsverbindliche Förderanträge und energetische Berechnungen muss ein zertifizierter Energieberater hinzugezogen werden.
Wenn Sie konkret durchrechnen wollen, ob sich BAFA oder Steuerbonus bei Ihrer Konstellation lohnt: Schicken Sie mir Anzahl der Fenster + Größen-Code Ihres Typenschilds. Ich rechne Ihnen beide Varianten durch und sage Ihnen, was unterm Strich mehr bringt. Mehr Kontext im Pillar-Guide zum Tausch oder zur konkreten Investitions-Aufschlüsselung im Preis-Ratgeber.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die BAFA-Förderung für Dachfenster 2026?
15 % Basisförderung der förderfähigen Kosten. Der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten greift seit dem 21.07.2026 erst ab 30.000 Euro Investitionsvolumen und nur oberhalb dieser Grenze — bei einem Fenstertausch bleibt es daher bei 15 %.
Welcher U-Wert ist BAFA-förderfähig?
Der Uw-Wert des gesamten Dachfensters muss höchstens 1,0 W/(m²K) betragen — VELUX-Modelle mit Dreifachverglasung erfüllen das in der Regel.
Bis zu welcher Summe wird gefördert?
Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 € pro Wohneinheit gedeckelt — mit iSFP auf 60.000 €.
Kann ich BAFA und Steuerbonus kombinieren?
Nein. Pro Maßnahme muss man sich entscheiden: entweder BAFA-Zuschuss oder steuerliche Abschreibung nach §35c EStG (20 % über drei Jahre).